Subjektiv vs. objektiv

Subjektive Informationen oder Schriften basieren auf persönlichen Meinungen, Interpretationen, Standpunkten, Emotionen und Urteilsvermögen. Es wird oft als ungeeignet für Szenarien wie Berichterstattung oder Entscheidungsfindung in Wirtschaft oder Politik angesehen. Objektive Informationen oder Analysen sind faktenbasiert, messbar und beobachtbar.

Vergleichstabelle

Objektive versus subjektive Vergleichstabelle
Zielsetzung Subjektiv
Basierend aufBeobachtung messbarer FaktenPersönliche Meinungen, Annahmen, Interpretationen und Überzeugungen
Häufig gefunden inEnzyklopädien, Lehrbücher, BerichterstattungZeitungsredaktionen, Blogs, Biografien, Kommentare im Internet
Geeignet für die Entscheidungsfindung?Ja (normalerweise)Nein (normalerweise)
Geeignet für die Berichterstattung?JaNein

Beispiele für objektives und subjektives Schreiben

Hier einige Beispiele für objektive und subjektive Aussagen:

  • "47% der Amerikaner zahlen keine Bundeseinkommensteuer. Diese Menschen glauben, Opfer zu sein und würden niemals für einen republikanischen Kandidaten stimmen." In diesem Zitat (das Mitt Romney umschreibt) ist die erste Aussage objektiv. Es ist eine messbare Tatsache, dass 47% der Amerikaner keine Bundeseinkommenssteuern zahlen. Die zweite Aussage ist jedoch Romneys persönlicher Standpunkt und völlig subjektiv.
  • Apple erlaubt nur die Installation von Apps, die das Unternehmen genehmigt hat, auf iOS-Geräten. Das Unternehmen kümmert sich nicht um die Offenheit seiner Plattform. Auch hier ist die erste Aussage objektiv, während die zweite subjektiv ist, da Fans des Unternehmens wie Steve Jobs argumentieren könnten, dass iOS tatsächlich eine "offene" Plattform ist.

Objektive vs. subjektive Realität

Ein populäres Gedankenexperiment stellt diese hypothetische Frage: Wenn ein Baum in einen Wald fällt und niemand ihn hört, macht er dann Geräusche? Die objektive Realität in diesem Szenario ist, dass der Baum in den Wald gefallen ist und ein Geräusch gemacht hat. Die objektive Sichtweise hängt nicht davon ab, dass ein Beobachter für das Ereignis anwesend ist. Es gibt jedoch eine Denkschule in der Philosophie, die glaubt, dass unsere Wahrnehmung der Realität von unseren Sinnen bestimmt wird, die begrenzt und fehlerhaft sind. Daher gibt es keine objektive Realität, die wir erkennen können, und jede Realität ist subjektiv. Realität ist ein soziales Konstrukt, ein gemeinsamer Nenner der subjektiven Erfahrungen und Wahrnehmungen der Gesellschaft bildet unsere Realität.

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